Wer eins mit sich selbst ist, fühlt sich dem Leben gewachsen. Auch für
schwere Aufgaben wächst uns Kraft zu, wenn wir unserer inneren Stimme
folgen. Ist diese Sicherheit verschüttet, brauchen wir eine sorgsame Anleitung,
unsere Selbst-wahr-nehmung wieder zu entdecken und ihr zu trauen.
In diesem Prozeß stoßen wir auf abgewehrte Gefühle wie Trauer, Wut, Freude,
Angst, die wir mitunter schon bei der Geburt und der Zeit davor oder in
unserer frühen Kindheit abzuspalten lernten, weil das kindliche Integrationsvermögen
sehr begrenzt ist.
Je vertrauter uns der Umgang mit diesen Gefühlen wieder wird, desto sicherer
wird unser Selbstwertgefühl und wir kommen in die Lage, unser Leben von
der Mitte heraus zu gestalten. Die Integrative Primärtherapie beruht auf
der praktischen Erfahrung, daß neurotische Symptome und neurotisches Verhalten
die Folge verdrängter Gefühle sind und sich durch gefühlsmäßiges Verarbeiten
auflösen.
Neben diesem Wiederfinden und Integrieren unserer abgespaltenen Anteile
betrachten wir die Lebenspläne, Verhaltensmuster und Beziehungsstrukturen,
die unser aktuelles Verhalten bestimmen. Dabei können wir entdecken, daß
wir die Wahl haben, uns so zu verhalten, wie es unserem Innersten entspricht.
Wir bringen einen Menschen mit dem Prozeß der Selbstheilung in einer vertrauensvollen Umgebung in Berührung. Wir unterstützen ihn bei der Weckung und Entdeckung seiner eigenen Heilkraft und begleiten ihn bei der Öffnung gegenüber einer geistig-spirituellen Dimension, die sich oft im Laufe der tiefen Gefühlsarbeit ereignet.
Die IPT eignet sich sowohl für Menschen, die akut leiden, wie auch für Menschen, die zu dem zurückfinden wollen, was sie eigentlich oder „primär“ sind.